— Die Wirtschaft Europas und der Welt

Verbinden

Die Schiene verbindet die Wirtschaft Europas und der Welt. Sie ist die Schlagader der Schwerindustrie und damit essentiell für das produzierende Gewerbe. Mit der wachsenden Vernetzung der globalen Wirtschaft wird die Schiene immer enger in internationale Logistikketten eingebunden. 2016 gingen bereits rund 50 % der Verkehrsleistung in Deutschland auf grenzüberschreitende Transporte zurück. Statt Massengüter wie Kohle oder Erze werden zunehmend Autoteile, Konsumgüter oder Lebensmittel über längere Distanzen klimafreundlich transportiert. Die Schaffung einheitlicher Wirtschaftsräume ermöglicht mittlerweile Zugverbindungen von Madrid oder London bis nach China.

Bedeutung der Schiene

Der Schienengüterverkehr hat seit Jahren einen stabilen Marktanteil von rund 18 % am Transportaufkommen in Europa. Dabei werden auf der Schiene rund 75 % weniger Treibhausgase ausgestoßen als im Straßenverkehr. Eine Verlagerung von Gütern auf die Schiene würde darüber hinaus die ohnehin vollen Autobahnen vom Massenverkehr entlasten. Die EU verfolgt daher das Ziel, bis 2030 rund 30 % des langlaufenden Straßengüterverkehrs auf die Schiene zu verlagern.

Die Schiene bringt Europa und Asien näher zusammen

Was vor wenigen Jahren mit der ersten regulären Zugverbindung zwischen Deutschland und China begann, entwickelt sich mittlerweile zu einem Erfolgsmodell für die Schiene. Auf der sogenannten neuen Seidenstraße werden mittlerweile rund 100.000 Container zwischen Asien und Europa umgeschlagen. Bis 2020 soll sich das Aufkommen auf 500.000 Container verfünffachen. Größter Vorteil der Schiene ist die enorme Zeitersparnis gegenüber dem Seeverkehr und gleichzeitig niedrigere Kosten gegenüber der Luftfracht.